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Tagesschau: “EU zu Luftverschmutzung: Letzte Warnung für Deutschland “

Wie die tagesschau berichtet, hat die EU-Kommission Deutschland wegen “wiederholter Überschreitung von Grenzwerten für die Luftverschmutzung” verwarnt. In einem “letzten Mahnschreiben” werden aus Brüssel Gegenmaßnahmen gefordert.
“Den Angaben zufolge wurden die Grenzwerte [für Stickstoffdioxid] in 28 Gebieten in Deutschland überschritten, darunter Berlin, München, Hamburg und Köln. […]
Neben Deutschland wurden auch Frankreich, Spanien und Italien sowie Großbritannien ermahnt. […] Laut Kommission werden in 23 der 28 Mitgliedstaaten und insgesamt in 130 Städten die Normen für die Luftqualität nicht eingehalten. Seit 2008 geht die Behörde rechtlich dagegen vor. Neben Stickstoff wurden demnach häufig auch die Grenzwerte für Feinstaub überschritten.”
 
Mehr Informationen unter www.tagesschau.de.

 

News – Wissenschaftsjahr & UFZ: “Umweltbelastung in Städten vermeiden”

“Anhand der Bebauungsstruktur lässt sich gut vorhersagen, wie stark Menschen in einer Stadt Lärm und Feinstaub sowie hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Fallstudien der Humboldt Universität zu Berlin und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) […].” (Quelle)

Foto: Dagmar Haase, UFZ

Foto: Dagmar Haase, UFZ

“In reinen Wohngebieten konnten Zusammenhänge zwischen Baustrukturen und Gebäudehöhe einerseits sowie der Belastung mit Lärm bzw. Feinstaub andererseits gezeigt werden. Die Bebauung bestimmt, wie sich Feinstaub und Lärm in Wohngebieten ausbreiten. Diese Erkenntnisse können helfen, künftig kostenintensive Messungen zu reduzieren bzw. die Messtechnik noch gezielter einzusetzen. Zudem weisen sie darauf hin, welche Gebäudestrukturen Lärm- und Luftbelastung effektiver abpuffern als andere.” (Quelle)

“Lärm und Luftverschmutzung können ernste körperliche, psychische und soziale Folgen haben. Die Lärmkartierung in Europäischen Ballungsräumen ab 250.000 Einwohnern hat beispielsweise ergeben, dass tagsüber 56 Millionen und nachts 40 Millionen Menschen Lärmbelastungen von über 55 dB(A) ausgesetzt sind. Die Europäische Umweltagentur (EUA) schätzt, dass mehr als 900.000 Menschen in Europa aufgrund der Lärmbelastung unter Bluthochdruck leiden, pro Jahr etwa 43.000 Menschen davon mit Infarkt oder Schlaganfall im Krankenhaus eingeliefert werden und das bei mindestens 10.000 Fällen pro Jahr zum vorzeitigen Tod führt. Die Umweltagentur fordert daher, dass der Lärmschutz bei der Bauplanung stärker berücksichtigt wird.

Ähnliches gilt für die Luftqualität: Etwa 90 Prozent der europäischen Stadtbewohner sind laut EUA Luftschadstoffen in Konzentrationen ausgesetzt, die über dem als gesundheitsgefährdend erachteten Wert liegen. Feinstaubpartikel sind verantwortlich für Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch sie sorgen so für eine erhöhte Sterblichkeit. Schätzungen zufolge verringert sich die Lebenserwartung in der EU etwa durch Feinstaubpartikel (PM2.5) in der Luft um mehr als acht Monate.” (Quelle)

Mehr Informationen auf der Homepage des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und auf der Seite des Wissenschaftsjahres.