Ein Projekttag rund um Moos, Technik und Klimaanpassung

Wie können Smart City, Künstliche Intelligenz, Technologie und natürliche Lösungen zusammenwirken? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine sechste Klasse der Villa Elisabeth Grundschule in Wildau während ihrer Projektwoche Ende August. Für einen Projekttag besuchten 19 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit zwei Lehrpersonen Green City Solutions in Bestensee und entdeckten Moos, Technik und Klimaanpassung.

Foto: GCS

Von Wildau nach Bestensee: Klimaanpassung erleben

Dabei sind die kleinen Superhelden-Moose und die darauf basierenden Luftfilter und -kühler den Schülerinnen und Schülern nicht neu: Auf dem Schulhof der Villa Elisabeth Grundschule sorgt seit Juni ein solar-betriebener EcoBreeze für frische Luft, natürliche Kühlung, Umweltbildung und ein sichtbares Zeichen für Klimaanpassung im Bildungsbereich.

Denn wenn es um Klimaanpassung im Bildungsbereich geht, braucht es Lösungen, die schnell wirken, wenig Fläche beanspruchen und Kindern ganz konkret zugutekommen.

Nun konnten die Schülerinnen und Schüler also erleben, wo die Moose herkommen, die in ihrem EcoBreeze Höchstleistungen vollbringen, wie und wo die Technologie entsteht – und warum lebendes Moos in Städten und an Schulen eine wichtige Rolle spielen kann.

Mit Moos gegen Hitze und Luftverschmutzung

Nach der Begrüßung stellte Green-City-Solutions-Mitgründer Liang Wu das Unternehmen und das Frischluftkonzept vor. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage: Was brauchen lebenswerte Städte – und wie können Natur und Technik gemeinsam dazu beitragen?

Die Klasse erfuhr, dass Moose Wasser und Nährstoffe vor allem über ihre große Oberfläche aufnehmen, Feuchtigkeit speichern und unter den richtigen Bedingungen erstaunlich leistungsfähig sind. Genau diese Fähigkeiten nutzt Green City Solutions für seine aktiven Moosfilter: Sensorik, Bewässerung und Ventilation unterstützen die Moosmodule dabei, Luft zu filtern und die Umgebung durch Verdunstung natürlich zu kühlen.

Für die Schülerinnen und Schüler wurde damit greifbar, was sie bereits von ihrem eigenen Schulhof kennen: Der EcoBreeze verbindet lebendes Moos, Sensorik und Solarenergie zu einem Ort, der Umweltbildung und Klimaanpassung sichtbar macht.

Fotos: GCS

Von der Moosfarm zum Mini-Ökosystem

Nach einer ersten Pause teilte sich die Klasse in zwei Gruppen auf.

Während die erste Gruppe die Moosfarm, den CityBreeze und weitere Bereiche besichtigte, gestaltete die zweite Gruppe ihr eigenes ewiges Moosterrarium. (Anschließend wurde gewechselt, sodass alle Schülerinnen und Schüler beide Angebote erleben konnten.)

Bei der Führung durch die Moosfarm ging es hinter die Kulissen der Moosproduktion. Die Klasse lernte, wie Moosmatten unter kontrollierten Bedingungen bis zu 16x schneller als in der Natur wachsen und wie aus ihnen und in den Moos-Modulen „das Herz unserer Moosfilter“ entsteht. Ein besonderes Highlight: Die Schülerinnen und Schüler durften die Moosmatten selbst einreiben.

Fotos: GCS

Auch beim Terrarium-Workshop wurde aus Zuhören direktes Mitmachen. Die kleinen Ökosysteme im Glas zeigen anschaulich, wie Wasser im Kreislauf zirkuliert: Pflanzen nehmen Wasser auf, geben es wieder ab, es kondensiert am Glas und gelangt zurück in den Boden. So entstand für jede und jeden ein eigener kleiner Lernort für zuhause.

Der Projekttag verband Wissen, Mitmachen und Raum für Fragen – auch an die Schülerinnen und Schüler: Nach dem Gruppentausch rundete ein Moos-Quiz den Besuch ab.

Wie viele Moosarten gibt es? Wie nimmt Moos Wasser auf? Und wie viel Feinstaub können Moosfilter filtern?

 

Lernen, das Freude macht

Das Feedback von Lehrkraft Tony Marszalkowski zeigt, wie gut der Tag bei der Klasse ankam:

„Den Schülerinnen und Schülern hat der Besuch sehr gut gefallen. Eine weitere Kooperation wäre aus unserer Sicht daher wünschenswert. […]

Vielen Dank nochmals für den schönen und informativen Besuch. Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit!“

Besonders schön war auch eine Rückmeldung aus der Klasse auf der Rückfahrt: Nach dem Ausstieg aus der S-Bahn in Wildau wollten einige Schülerinnen und Schüler laut Herrn Marszalkowski am liebsten direkt wieder zurück nach Bestensee – nicht zuletzt wegen des angenehmen Klimas vor Ort.

Denn Luftverschmutzung und Hitze betreffen Kinder besonders stark. Ihre Lungen, ihr Gehirn und ihr Immunsystem befinden sich noch in der Entwicklung; zugleich nehmen Kinder im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Luft und damit potenziell mehr Schadstoffe auf als Erwachsene. Warum saubere Luft in Schulumgebungen so wichtig ist, erläutern wir ausführlich in unserem Beitrag „Luftverschmutzung und die Gesundheit von Kindern“.

Fotos: GCS

Gemeinsam Zukunft gestalten

Der Projekttag hat gezeigt: Nachhaltigkeit wird besonders verständlich, wenn sie erlebbar wird. Ein Moosfilter auf dem Schulhof, der Besuch einer Moosfarm oder ein selbst gestaltetes Terrarium schaffen konkrete Anknüpfungspunkte für den Unterricht – etwa zu Naturwissenschaften, Technik, Umwelt, Smart City und verantwortungsvollem Handeln.

Mit dem EcoBreeze auf dem Schulhof und dem Projekttag in Bestensee wächst die Zusammenarbeit zwischen Green City Solutions und der Villa Elisabeth Schule weiter. Die Verbindung aus Frischluftkonzept, Solarenergie, Moos und Umweltbildung zeigt, wie Schule zu einem Ort werden kann, an dem Zukunft nicht nur besprochen, sondern gestaltet wird.

Wir bedanken uns bei den 19 Schülerinnen und Schülern der sechsten Klasse sowie ihren beiden Lehrpersonen für den Besuch, die vielen Fragen und eigenen Ideen!

Foto: GCS

Von schulnahen Projekten in Deutschland und UK verfügt Green City Solutions bereits über umfangreiche Erfahrungen und erfreut sich an positiven Rückmeldungen sowohl von Eltern als auch den Kindern zu den Frischluft-Konzepten rund um die Schulumgebung.