Mehr Bäume in die Stadt?

Na klar, aber wohin?

Städte sind die größten CO2 Emittenten. Der hohe Grad an Bodenversiegelung macht es allerdings nahezu unmöglich pflanzliche Lösung zu platzieren, die Emissionen an Ort und Stelle binden. Kabel, Kanalisation und U-Bahn-Schächte lassen Bäumen keinen Raum für Wurzelwachstum. Ein nachhaltig gesunder Baum benötigt etwa so viel Raum für sein Wurzelwerk, wie seine Baumkrone groß ist. Im innerstädtischen Raum sind unterirdische Freiräume jedoch so selten wie „echte“ Berliner:innen in Berlin.

Urbane Räume haben enormes Flächenpotential für den Kampf gegen den Klimawandel.

Faltet man eine Stadt und Ihre Oberflächen auf, dann entsteht eine riesige Fläche. Allein die Fassaden der 11 Hochhäuser in Berlin entsprechen einer Fläche von 150.000m² . Das entspricht 21 Fußballfeldern, an Fläche die ökologisch ungenutzt bleiben. Zudem sind rund 70% der Gesamtfläche Berlins versiegelt und bieten keinen Wurzelraum für gesunde Bäume. Das sind 620.000.000m² (86.000 Fußballfelder) Diese Fläche muss nicht ungenutzt bleiben.

 

Moose können aktiv gegen den Klimawandel wirken als auch seine Konsequenzen abmildern.

Moose binden CO2 und wandeln dieses über Photosynthese in Sauerstoff um. Pro Jahr verarbeitet eine Moosmatte (60 *80cm) ein Kilogramm CO2. Moose sind erstaunlich widerstandsfähig und wirken sogar bei leichten Minusgraden. Darüber hinaus filtern Moose klimaschädliche Stoffe wie etwa Rußpartikel. Der Effekt, den Ruß auf die Erderwärmung hat ist um den Faktor 1.800 intensiver als der von CO2. Bei dieser Umrechnung auf CO2 spricht man von CO2-Äquivalenten (kurz: CO2e).

Und deswegen sind wir sicher: Moos muss in die Stadt!

Bis 2030 wollen wir 100.000 Quadratmeter aktive Moosfläche in die Städte bringen, um damit die Luft für 500 Mio. Menschen zu reinigen und 100 Mio. Tonnen CO-Emissionen zu reduzieren. So können wir dem Klimawandel bremsen und seine Folgen abmildern. Damit die Stadt auch morgen noch lebenswert und ihre Luft sauber kühl bleibt.

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